Ortsmuseum Altstetten

StuderhausStuderhaus

Das älteste erhalten gebliebene Bauernhaus im Quartier Altstetten wurde restauriert und 1973 als Ortsmuseum für die Bevölkerung geöffnet. Die erste urkundliche Erwähnung wird ins 15.Jahrhundert datiert. In Unersuchungen des Stadtarchäologen wird darauf hingewiesen, dass das Haus den Namen „Städelihaus“, der den meisten Altstettern noch sehr geläufig ist, zu Unrecht trug. Vom 16. bis 19. jahrhundert gehörte das Gebäude oder auch nur Teile davon der Familie Studer. Die Ortsgeschichtliche Kommission hat diesem Forschungsergebnis Rechnung getragen und führt somit das Ortsmuseum im „Studerhaus“.

Der unter Denkmalschutz stehende Altbau war ursprünglich ein Dreisässenhaus mit Wohnteil, Tenn und Stall. Im Wirtschaftsteil, der 1935 bei einem Sturm die Scheune verloren hatte, wurden bei der Restaurierung in den Siebzigerjahren zwei Kindergärten und eine Wohnung eingebaut. Der Wohnteil, wie er heute noch erhalten ist, stammt aus zwei Epochen. Beim Umbau im 19.Jahrhundert wurden auch zwei grosse Kamine angebracht, womit das Haus rauchfrei und wohnlicher wurde.

Die 1954 gegründete Ortsgeschichtliche Kommission stellt seit 1973 die gesammelten Gegenstände im „Studerhaus“ aus und archiviert Fotos und Dokumente aus der früheren Gemeinde und dem späteren Quartier Altstetten. Die Ausstellung vermittelt den Besuchern einen lebendigen Eindruck in das Leben früherer Generationen. In der Bauernküche einmalig in der ganzen Ostschweiz, den Stuben und Schlafkammern sowie dem offenen Dachstock mit sichtbarer Holzkonstruktion kommt die reichhaltige Sammlung von Haus- und Feldgeräten, Handwerkszeug, Möbeln und Kleidern einprägsam zur Geltung. Der dadurch entstehende Eindruck eines „bewohnten“ Bauernhauses aus vergangener Zeit ist besonders reizvoll und vermag die Phantasie der Besucher anzuregen. Die Küche ist mit Kupfergeschirr, Töpfen, Tellern und Geräte n naturgetreu eingerichtet. Das Sammlungsgut enthält manche Kostbarkeit. In den Vorratsräumen gegen den Hof, sowie im Dachstock sind landwirtschaftliche Gerätschaften ausgestellt.

Durch persönliche Führungen möchte das Museumsteam das wunderschöne Gebäude und das Ausstellungsgut den Besuchern näher bringen und das Interesse für die Vergangenheit fördern. Die Zeiten der Führungen werden auf Plakaten und in der Lokalpresse publiziert. Auch Führungen für Gruppen, Gesellschaften und Vereine sind gegen Voranmeldung ausserhalb der normalen Öffnungszeiten möglich. Der Eintritt ist gratis.