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Titel: Zürich gestaltet die Zukunft des ÖV mit
25.02.2020 
- 24.03.2020

 

Die Netzentwicklungsstrategie 2030 wird laufend umgesetzt – nun richten die VBZ ihren Blick bereits in eine weiter entfernte Zukunft. Um eine Strategie für 2040 zu entwickeln, soll vorab das Jahr 2050 skizziert werden. Wie könnte das Zukunftsbild 2050 aussehen?

Welche Chancen bieten neue Technologien und gesellschaftliche Trends? Bevor sich vier Expertenteams mit Prognosen zum Wachstum von Bevölkerung, Arbeitsplätzen und Verkehrsströmen sowie Mobilitätstrends der Zukunft auseinandersetzen, laden die VBZ zum Mitmachen ein: Alle Interessierten haben die Möglichkeit, ihre Vorstellungen der Zukunft online sowie im persönlichen Gespräch mit Verkehrsexperten einzubringen.

Online diskutieren unter vbz2050.ch

Unter vbz2050.ch ist ab dem 25. Februar 2020 während eines Monats eine Partizipations-plattform online, welche sich verschiedenen Fragestellungen, Themen und Mobilitätsbedürfnissen widmet. Es darf der Fantasie freien Lauf gelassen und darüber spekuliert werden, wie der ÖV im 2050 aussehen könnte oder sollte. Die Ideen, Wünsche und Kommentare werden in der Planung berücksichtigt.

 

Persönliches Gespräch mit Fachleuten an den Walk-ins

Wer ein persönliches Gegenüber bevorzugt, hat die Möglichkeit, einen der ebenfalls ab 25. Februar stattfindenden Walk-ins zu besuchen und mit den dort anwesenden VBZ-Fachleuten ins Gespräch einzusteigen. Auch der Stadtrat und Vorsteher der Industriellen Betriebe Michael Baumer wird zu bestimmten Zeiten vor Ort für einen Dialog zur Verfügung stehen. Die Walk-ins finden an fünf verschiedenen Standorten während je einer Woche statt. Die genauen Zeiten und Standorte sind online unter vbz2050.ch angekündigt.

Erarbeitung Zukunftsbild 2050 und Netzentwicklungsstrategie 2040

Die Ergebnisse der Befragung werden im Monat April ausgewertet und fliessen in die Arbeit von vier externen Expertenteams ein, die im weiteren Verlauf des Jahres mit unter-schiedlichen Stossrichtungen Zukunftsbilder für den ÖV 2050 entwerfen. Begleitet werden die Teams von verschiedenen Gremien bestehend aus Vertretern der VBZ, des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) und des Tiefbauamts der Stadt Zürich (TAZ). Ergänzend stellt ein dreiköpfiger Fachbeirat die Aussensicht sicher. Aufbauend auf den Resultaten der Zukunftsbilder wird ab 2021 im Auftrag des ZVV die Netzentwicklungsstrategie 2040 erarbeitet, welche erst dem Stadtrat vorgelegt und anschliessend dem Regierungsrat zur Genehmigung beantragt wird. Nachfolgend werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit

vorgestellt. Sowohl bei der Kundenpartizipation wie auch bei der Arbeit von mehreren Ex-pertenteams mit verschiedenen Stossrichtungen handelt es sich um neue, innovative An-sätze in der Verkehrsplanung.

 

Grundlagen und Ziele

Die Ziele der Netzentwicklungsstrategie sind die Sicherung von Kapazitäten, die Gewähr-leistung eines pünktlichen, schnellen und möglichst umsteigefreien öffentlichen Verkehrs sowie die Sicherung einer ökologischen und ökonomischen Mobilität trotz wachsender Bevölkerung. Dabei geht es aber nicht nur um den Ausbau bestehender Strecken und um die Entlastung von Engpässen im Stadtverkehr, sondern auch um die Berücksichtigung des grundsätzlichen Wandels in der Mobilität und der Veränderungen der Kundenbedürfnisse. Wichtige Planungsgrundlage hierzu bildet der kommunale Richtplan, welcher die Entwicklung und Verdichtung von Zürich prognostiziert.

Bisherige Umsetzungen

Diverse Angebotskonzepte aus der Netzentwicklungsstrategie 2030 wurden bereits umgesetzt: die Verlängerung der Tramlinie Nr. 2 nach Schlieren. die Tramverbindung Hardbrücke, das Tram Zürich-West und die Verlängerung der Buslinien 70, 184 und 185 zum Bahnhof Wollishofen. Im Projektstatus befindet sich aktuell das Tram Affoltern.

Die ebenfalls in der Netzentwicklungsstrategie 2030 enthaltene Tramverbindung über die Rosengartenstrasse wurde in Kombination mit dem Strassenprojekt von der Bevölkerung abgelehnt. Die Verbindung Zürich Nord – Zürich West muss nun in der Netzentwicklungs-strategie 2040 neu evaluiert werden.

 

Mehr Informationen dazu, u.a. zu den Standorten, gibt's unter vbz2050.ch.